Mitte Juli 2024 weiß jeder interessierte Europäer, dass bis zum Jahresende 2024 in etwa 2 Millionen Sudanesen an Hunger versterben werden. Nicht vielleicht, sondern sicher. An absichtlich herbeigeführtem Hunger. An Hunger, der als Waffe eingesetzt wird.
Hunger und Hungertod sind hierorts unbekannt. Wir hier in Mitteleuropa interessieren uns vor allem für Viren und Krankheiten, die unserem Leben gefährlich werden könnten. Hunger ist hier und jetzt keine Krankheit. Daher wird die Pharmaindustrie keinen Impfstoff zur überteuerten Verfügung stellen können. Hunger wäre im Westen allenfalls ein Medikament gegen Adipositas, die Todesursache Nummer 1. Aber Hunger als Medikament wäre weder paketierbar noch profitabel. Und unzumutbar obendrein.
Gut, könnte man sagen, wir haben die Ukraine und Gaza. Ist das nicht genug? Uns gehen schon die Waffen für Selenskyi aus, wie sollen wir uns da noch für den Sudan engagieren?
Nein, solange nur im Sudan, im nahen Osten und im Osten der Ukraine gestorben wird müssen wir uns keine Gedanken machen.
Oder doch?